Vergangene Kunstausstellungen in NYC

Man könnte ein halbes Leben damit verbringen, sich im Big Apple alle Museen und Galerien anzuschauen. Die Kunstszene ist in jedem Stadtteil unglaublich umfangreich, vielfältig und dynamisch. Kurz: New York City ist eine konkurrenzlose Kunstmetropole – für jeden Geschmack gibt es die richtige Ausstellung.

Barcelona and Modernity – Gaudí to Dali

Provozieren – Zeit seines Lebens tat der spanische Künstler Salvadore Dali genau das. „Man muss systematisch Verwirrung stiften – das setzt Kreativität frei. Alles, was widersprüchlich ist, schafft Leben.“ Das zügelose Genie (1904 - 1989) war einer der produktivsten und einflussreichsten Maler des 20. Jahrhunderts. Auch der Architekt Antoni Gaudí (1852-1926) hatte die eine oder andere eigenwillige Vision. Sein größtes Werk wurde die Kirche Sagrada Família, das Wahrzeichen Barcelonas.

Die Ausstellung Barcelona and Modernity: Gaudí to Dali im Metropolitan Museum of Art beleuchtete die Schaffensperiode zahlreicher katalanischer Künstler von der Weltausstellung in Barcelona 1868 bis hin zur Machtergreifung des Faschisten Francisco Franco 1939. In dieser Zeit entwickelte sich Barcelona sowohl zu einer bedeutenden Industriestadt als auch zu der politisch und vor allem kulturell und künstlerisch fortschrittlichsten Stadt in Spanien.

Mit über 300 Arbeiten, darunter auch von Pablo Picasso und Joan Miró. Unter den Exponaten sind Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Poster, Drucke, Möbel, Dekor und Architekturmodelle.

Erfahren Sie mehr über die Ausstellung auf der Website des Veranstalters: www.metmuseum.org

Louis Comfort Tiffany und Laurelton Hall

Laurelton Hall – so nannte der weltbekannte Designer Louis Comfort Tiffany (1848–1933) seinen außergewöhnlichen Landsitz in Oyster Bay in New York. 1905 fertig gestellt, war das Anwesen der Inbegriff von Tiffanys Leistungen und vielfältigen Karriere. Der Maler und Glaskünstler gestaltete und möblierte alles persönlich – sowohl innen als auch außen – und schuf dabei eine komplett ästhetische Umgebung. Auch mit Inneinrichtungen kannte sich der gebürtige New Yorker bestens aus: Immerhin gestaltete er damals die Dekoration des Weißen Hauses sowie der Wohnhäuser von Schriftsteller Mark Twain oder dem Industriellen Andrew Carnegie. Zwar brannte der Landsitz 1957 bis auf die Grundmauern ab, doch konnten zahlreiche Schätze gerettet werden.

Im Metropolitan Museum of Art wurden in der Iris and B. Gerald Cantor Exhibition Hall die wertvollen Überbleibsel ausgestellt – sie geben einen privaten Einblick in das künstlerische Schaffen des amerikanischen Jugendstil-Künstlers. Neben architektonischen Elementen und Innendekor zeigt die Ausstellung auch seine weltberühmte irisierenden Glasarbeiten, Farbglasfenster, Lampen und Hohlgläser sowie Gemälde, Entwürfe, Emailgefäße, Keramik, Schmuck und Silberarbeiten.

Gut zu wissen: Louis Comfort Tiffany war der Sohn von Charles Louis Tiffany, dem Gründer des legendären New Yorker Silber- und Juweliergeschäft Tiffany & Co.

Gordon Matta Clark

Gordon Matta Clark (1943–1978), ein gebürtiger New Yorker, war kein gewöhnlicher Architekt. Er war vielmehr ein Konzeptkünstler, und seine Spezialgebiete waren Intervention ("Eingreifen"), Dekomposition ("Zerlegung") und Dekonstruktion ("Zerstörung").

Seine Methode war absolut neu, brachial, radikal und gesellschaftskritisch: Er frittierte Polaroids in Blattgold, überraschte mit essbaren Kunstexponaten im selbst gegründeten Lokal "Food" in SoHo. Clarks liebstes Werkzeug war aber die motorisierte Kettensäge. Er schnitt Löcher in Fassaden, Böden und Decken von Gebäuden, trennte Wohnhäuser in der Mitte, entfernte komplette Gebäudeteile. Seine "Cuttings" produzierten neue Perspektiven, legten den skulpturellen Charakter der bewohnten oder genutzten Architektur offen. Für ihn war Zerstörung immer schon im Entstehungsprozess mit enthalten.

Clark gehörte zu den wichtigsten Schaffenden der New Yorker Kunstszene der späten 60er und 70er Jahre.

Saul Steinberg: Illuminations

Er nannte sich selbst stets einen „brütenden Kritzler.“ Saul Steinberg (1914–1999) gehört zu den berühmtesten und geachtesten Karikaturisten der Welt. Sein „Hausblatt“ war The New Yorker. Im der Morgan Library & Museum ist dem Zeichner eine Ausstellung gewidmet.

Steinberg, ein gebürtiger Rumäne, studierte Soziologie und Psychologie in Bukarest, später Architektur in Mailand und landete 1941 nach seiner Flucht vor den Faschisten schließlich in New York City.
Er machte sich rasch einen Namen und wurde alsbald vom renommierten Magazin The New Yorker verpflichtet, für das er sechs Jahrzehnte Cartoons und Titelbilder entwerfen sollte. Seine besondere Gabe als Zeichner bestand darin, die alltägliche amerikanische Sicht der Dinge pointiert auf den Punkt zu bringen – oftmals mittels Ironie. Seine polarisierenden Karikaturen – ständig aus wechselnden Blickrichtungen entstanden – boten stets einen ungewöhnlichen, zusätzlichen Denkanstoß abseits der Textbeiträge.
Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die Alliierten sein Talent: Die von Steinberg gezeichneten Anti-Nazi-Karikaturen wurden hinter den feindlichen Linien wie Flugblätter von amerikanischen Piloten abgeworfen.
Kurz nach seinem Tod 1999 schrieb The New Yorker: "Leaving us, he takes a world away" – „Er verlässt uns und nimmt eine Welt mit.“

Gut zu wissen: Das Magazin „The New Yorker“ ist einer der angesehensten Publikationen auf dem US-Zeitschriftenmarkt. Nur die besten Journalisten schreiben für den New Yorker, der seit 1925 bekannt ist für seine Reportagen, Short Storys, Gedichte, Kritiken, Essays, Cartoons und Kommentare. Ziel des Magazins ist es, ein Spiegelbild großstädtischen Lebens in Wort und Bild zu sein.

Neben seinen Zeichnungen entwarf Steinberg auch zahlreiche Wandmalereien, Bühnenbilder, Skulpturen, Stoffe und Collagen.

Glitter and Doom

Turbulent waren die Zeiten während der Weimarer Republik von 1919 bis 1933 in Deutschland: Politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Es war aber auch eine überaus kreative Periode, denkt man an die Großtaten in den Feldern der Literatur, Kunst, Musik, Film, Theater und Architektur.

Auch in der Malerei taten sich zahlreiche deutsche Künstler hervor. Desillusioniert von den Gräueln des Ersten Weltkriegs porträtierten sie ihre Mitbürger, mal nüchtern, mal zynisch, mal grimmig. Ihre neue Sachlichkeit strotzte vor Realismus und Beherrschung. Aus einer kunsthistorischen Persepektive war sie das Bindeglied zwischen Expressionismus, Dadaismus und Surrealismus.

Afrikanische Comics

Asterix, Superman, Chihiro, Nick Knatterton – Namen, die nicht nur Comic-Fans geläufig sind. Abseits der amerikanisch-japanischen Dominanz auf diesem Markt, werden aber auch in vielen Ländern Afrikas Comics produziert. Richtig bekannt sind die Comics allerdings nur in Fachkreisen.

"Africa Comics": Das Studio Museum in Harlem präsentierte in Zusammenarbeit mit der italienischen Organisation "Africa e Mediterraneo" erstmals eine Ausstellung mit mehr als 150 originalen Bildergeschichten, die im Rahmen eines Wettbewerbs aus ganz Afrika eingesandt worden. Die Teilnehmer haben sich dabei in zwei thematischen Kategorien beworben: für Menschenrechte oder ein beliebiges Thema. Ziel der Ausstellung ist es, den Austausch zwischen afrikanischen und amerikanischen Künstlern anzustoßen und zu fördern.

Inhaltlich spielte die Missachtung von Menschenrechten eine tragende Rolle in afrikanischen Comics. Die kritische und drastische Auseinandersetzung mit den vorherrschenden politischen und sozialen Verhältnissen, das Anprangern von Missständen wie Polizei-Brutalität, Rassismus, Immigration, Armut, Korruption oder Frauen-Diskriminierung sind wiederkehrende Themen in afrikanischen Comics, obgleich auch Alltags- und Detektivgeschichten, Literaturadaptionen und Science-Fiction recht populär sind.

Comics dienen daher nicht nur der bloßen Zerstreuung, sondern sind ebenso Kunstwerk wie Kommunikationsmittel. Leser erhalten so einen beispiellosen, authentischen Einblick in das moderne Afrika sowie neue Perspektiven, neue Ideen und neue künstlerische Stile.
Auf der anderen Seite können die talentierten Zeichner, von denen mittlerweile viele im europäischen Ausland leben, da sie in ihrer afrikanischen Heimat aufgrund der Brisanz ihrer illustrierten Storys nicht mehr publizieren dürfen, Wut und Verzweiflung, aber auch Hoffnung und Humor in künstlerischer Form zum Ausdruck bringen.

Kenia und Tansania sind Hochburgen der afrikanischen Comic-Szene, in Tansania erscheinen etwa bis zu 40 Magazine pro Jahr. Aber auch in Mosambik, im Kongo, an der Elfenbeinküste, in Kenia oder Südafrika sind Bildergeschichten verbreitet. Vereinzelt werden sie von internationalen Hilfsorganisationen auch zur AIDS- oder Rechtsaufklärung eingesetzt: die Botschaften der Comics sind leicht zu verstehen.
Unter den Teilnehmern sind Zeichner aus Angola, Benin, Central African Republic, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Guinea, Eritrea, Gabon, Elfenbeinküste, Kenia, Madagaskar, Mali, Mozambique, Nigeria, Republik Kongo, Ruanda, Senegal, Südafrika, Tansania und Togo.

Ron Mueck

Der australische Künstler und Bildhauer Ron Mueck ist vor allem für seine surreal lebensnahen Menschenplastiken aus Fiberglas, Silikon und Latex bekannt. Besonders die Oberflächenbeschaffenheit zeichnet sich durch eine zuvor nicht erreichte Naturtreue aus. Entweder sind Muecks detailgetreue Skulpturen extrem verkleinert oder monumental groß, damit will er auch auf die vieldeutige Beziehung zwischen Realität und Kunstfertigkeit anspielen. Die ZEIT schreibt: "Ron Muecks Riesen flößen allein durch ihre Ausmaße Furcht ein, Ron Mueck denn es steht immer die Frage im Raum: Und was, wenn er sich doch bewegt?"

Im Brooklyn Museum wurden zahlreiche Werke des Sohns deutsche Einwander ausgestellt, darunter fünf neue Arbeiten. Gut zu wissen: Bevor Mueck ausschließlich als freischaffender Künstler seine Geld verdiente, begann er seine Karriere als Puppenmacher fürs Kinderfernsehen, unter anderen für die Sesamstraße, danach arbeitete er als Special-Effects-Fachmann für den Film, zuletzt gründete er eine Werbeagentur. In Deutschland stellte Mueck seine Arbeiten bereits am Hamburger Hauptbahnhof, in der Neuen Nationalgalerie (Berlin), im Ludwig Forum (Aachen), bei der Triennale Kleinplastik (Fellbach) und in der Kunstsammlung im Ständehaus (Düsseldorf) aus.

Zeichentrick: Master of American Comics

Superman, Batman, the Peanuts und Little Nemo & Co.: Master of American Comics ist eine Hommage an einen nicht wegzudenkenden Teil der populären amerikanischen Massenkultur. Kurz: Comics. Die Ausstellung beschäftigte sich speziell mit dem Kampf des Guten gegen das Böse in amerikanischen Bildergeschichten vor, während und nach dem II. Weltkrieg. Umfangreiche Kollektion mit Klassikern und aktuellen Comic-Strips.
Im Mittelpunkt steht die stilistische Entwicklung der Comic-Kunst, gleichzeitig wird aber auch ein lebendiger Überblick über das 20. Jahrhundert in Nordamerika anhand der zahlreichen Zeichentrick-Charaktere geboten.

Ko-Kurator John Carlin schreibt: "Die Geschichte der Comics handelt von vielen Dingen – Stories, Gags, Charactere und Gestaltung. Letzlich kommt es aber nur auf die innovativen Wege an, wie man Bilder und Wörter designt, um die Aufmerksamkeit des Lesers aufrecht zu erhalten."

The Gold Standard

"Nach Golde drängt,/ Am Golde hängt/ Doch alles. Ach, wir Armen!" Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832).

Alchemie, Handel, religiöse Verehrung, Symbol von Macht und Reichtum – Gold fasziniert die Menschheit fasziniert, hat sie seit jeder zu schier unglaublichen Taten bewegt. In der Antike glaubte man, dass Silber einmal zu Gold reife. Im Alten Testament fertigten sich die Israeliten ein Goldenes Kalb, um es als Götze anzubeten. Die Inkas hielten Goldnuggets für die Tränen der Götter. Der Eroberer Francisco Pizarro aus Spanien folgte dem unwiderstehlichen Ruf des Goldes in die Neue Welt und unterjochte dabei das Volk der Inkas. Am Klondike River in Alaska fand Ende des 19. Jahrhunderts einer der größten Goldrausche statt.

In der Kunsthalle des P.S.1 Contemporary Art Centers – MoMA in Queens wurden zahlreiche goldfarben glänzende Exponate ausgestellt, die sich mit der ikonografischen Komplexität und der bewegten Kulturgeschichte des Edelmetalls beschäftigten.

Malerei: Americans in Paris

Im späten 19. Jahrhundert zog es zahlreiche amerikanische Maler wie James McNeill Whistler, John Singer Sargent, Mary Cassatt, Thomas Eakins und Winslow Homer nach Paris, der damaligen unumstritten Welthauptstadt der Kunst. In der Metropole an der Seine ließen sie sich von neuen Stilen und Subjekten inspirieren, arbeiteten mit den führenden Kräften zusammen und stellten ihre Werke aus. Nur durch großzügige Zuwendungen von amerikanischen Gönnern und Kunstsammlern konnten sie sich ihren Aufenthalt finanzieren.

Der berühmte Schriftsteller Henry James erklärte damals: "Es mag sich wie ein Paradox anhören, aber es ist die simple Wahrheit. Wenn wir heute nach der "Amerikanischen Kunst" suchen, finden wir sie hauptsächlich in Paris. Und wenn wir sie außerhalb Paris finden, dann entdecken wir darin zumindest den großen Pariser Einfluss."

Fotografie: Annie Leibovitz

Sie arbeitete stets sehr persönlich mit den Objekten vor ihrer Linse: Annie Leibovitz nahm etwa einen nackten John Lennon auf, wie er gleich einem Baby seine Yoko Ono umarmte. Leibovitz fotografierte eine hochschwangere Demi More oder ihre Freundin Susan Sontag beim Relaxen auf der Couch. Annie Leibovitz arbeitete für die Magazine Rolling Stone und Vanity Fair, nahm aber auch Aufträge der Industrie (American Express, Gap) an und zeichnete sich sogar für den insbesondere bei Männern sehr beliebten Pirelli-Kalender verantwortlich.

Graffiti

Graffitti ist Kunst! Für viele nur ein Schandfleck oder Sachschaden, für andere eine urbane Ausdrucksform einer Untergrundkultur: Das moderne Graffiti ist auch heute noch eine kontroverse Kunstform.

Graffitti ist Kunst! Neben dem DJing, dem Rap (Sprechgesang) und Breakdance ist Graffiti (oder „Writing“) ein Grundpfeiler der Hip-Hop-Kultur, die ebenfalls in New York entstand. Ende der 60er Jahre verbreiteten sich dort die ersten Graffitis: Jugendliche in der Bronx oder in Brooklyn benutzen U-Bahnwagons, Wände und Mauern, um mit einem Filzstift, später mit einer Sprühdose ihren Namen oder Synonyme in bunten, geschwungenen und stilisierten Buchstaben auf den öffentlichen Wänden zu verewigen („tag“).
Graffitis wurden schnell ein Phänomen, noch schneller entwickelte sich eine Szene: der öffentliche Raum wurde in New York City zur freien Leinwand erklärt, es entstanden riesige Panoramen und mobile Gemälde, oftmals auch zum Unmut der Einwohner und Stadt. 1972 erließ die Stadt das erste Anti-Graffiti-Gesetz.

Graffitti ist Kunst! Anfangs noch als eine subversive Form der Kommunikation auf den Straßen von New York City wahrgenommen, schaffte es das Graffiti bald in die Kunstgalerien der Welt. Dies allerdings erst, nachdem die „Writer“ ihre Kunst auf Tuch und Papier sprühten und dadurch zum ersten Mal die Aufmerksamkeit von Sammlern und Händlern erregten.

Zu den populärsten Graffiti-Künstlern gehören Keith Haring oder Jean-Michel Basquiat, bei der Ausstellung im Brooklyn Museum werden allerdings die Urväter und Urmütter des Genres zitiert, darunter so einflussreiche Künstler wie Michael Tracy ("Tracy 168"), Melvin Samuels, Jr. ("NOC 167"), Sandra Fabara ("Lady Pink"), Chris Ellis ("Daze"), und John Matos ("Crash").

Canstruction

"Canstruction" – eine seltsame Aufgabenstellung an Architekten, Designer und Bauingenieure: Aus gefüllten Konservendosen ein Kunstwerk (Skulpturen, Statuen, etc.) zu entwickeln und aufzubauen.

Der einleuchtende Hintergrund: Menschen in den Kampf gegen den Hunger einzubinden, sie für soziale Arbeit zu interessieren. Denn nach dem Wettbewerb gehen die Dosen direkt an die „Food Bank of New York“, einer Lebensmittel-Sammelstelle für sozial schwache Menschen. Canstruction Diese wiederum verteilt die Essware an wohltätige Einrichtungen wie Suppenküchen, Altenheime, Kindertagesstätten und gemeinnützigen Vorratskammern.

Seit nunmehr 13 Jahren veranstaltet die New Yorker Society of Design Administration die Ausstellung Canstruction – immer im Spätherbst. Als Eintrittskarte dient eine selbst mitgebrachte Dose pro Person.

Die Bau-Kriterien: Die Konstruktionen müssen sich selber tragen, dass heißt ohne fremden Hilfe oder Stützen. Ferner dürfen sie nicht größer als 3 x 3 Meter lang und breit sowie maximal 2,43 Meter hoch sein. Jedes am Wettbewerb teilnehmende Team ist für die Beschaffung der Blech- und Plastikdosen selbst zuständig, manche spenden die Konserven für ihre Werke aus eigener Tasche.

Seit der ersten Ausstellung 1992 in Seattle, findet die „Canstruction“ mittlerweile in 50 Städten statt.

Dada im MoMA

Dada im MoMA Erste umfassende US-Retrospektive im Modern Museum of Art über die avantgardistische Kunst- und Literaturbewegung Dada, die als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg von 1916 bis 1920 seine Hochzeit hatte und sich über Zürich bis nach Berlin, Hannover, Köln und Paris ausbreitete.

Dada war vor allem eine Protestbewegung. Vor dem Hintergrund der Gräuel des Ersten Weltkrieges wurden Gesellschaft, Wirtschaft, Medien, Kunst und Kultur in Frage gestellt. Sowohl konventionelle Kunstformen als auch westliche kleinbürgerliche Ideale wurden abgelehnt. Dada war revolutionäre Anti-Kunst. Durch gezielte satirische Überspitzung, Banalität und Unlogik stellte man seinen Protest dar. "Was wir Dada nennen, ist ein Narrenspiel aus dem Nichts, in das alle höheren Fragen verwickelt sind," so Hugo Ball, Dada-Mitbegründer, Publizist und Poet.

Jackson Pollock

„Jack the Dripper“ – so verspottete das Time-Magazin einen der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Es tat dies wohl, weil Pollock etwas Neues ausprobierte. Jackson Pollock tunkte seinen Holzstock einfach in einen Farbeimer und legte exzessiv los, tanzte über die auf dem Boden ausgebreiteten Leinwände und verbrauchte dabei literweise Farbe. „Action Painting“ nannten das die einen begeistert, für konservative Zeitgenossen war Pollocks abstrakter Jackson Pollock Expressionismus hingegen ein Missgebilde ohne künstlerischen Anspruch und die dahinter stehende Person ein Aufrührer.

Anfang der 50er Jahre entwickelte sich der in Wyoming geborene Pollock zum Shooting-Star der Kunstszene im Greenwich Village. Pollock bediente gern sein Rebellen-Image, das irgendwo zwischen Genie und Verzweiflung angesiedelt war: Bei einem Empfang im Haus von Peggy Guggenheim etwa urinierte der Outlaw-Künstler in den Kamin der steinreichen Sammlerin und Galeristin. Seine Ehe mit der Kollegin Lee Krasner ist ein Balanceakt zwischen Alkoholexzessen, Jackson Pollock Selbstzweifeln, Depressionen und künstlerischen Triumphen.

Letztlich bescherten ihm seine großformatigen Tropfbilder nicht nur einen Spitznamen, sondern auch Unsterblichkeit. Pollock ebnete den Weg für renommierte Künstler wie Rothko, Rauschenberg, Lichtenstein und Warhol, brachte den Big Apple überhaupt als Weltkunsthauptstadt abseits von Europas Kunstmetropolen ins Gespräch. 1956 kam er bei einem Autounfall in New York ums Leben.

"Malen ist ein Seelenzustand. Malerei ist Selbsterfahrung. Jeder gute Künstler malt, was er ist." Jackson Pollock (1912-1956)

AngloMania: Tradition und Transgression in der britischen Mode

Von Beau Brummell und Vivienne Westwood über James Bond und Kate Moss bis zu Queen Elisabeth II und Twiggie: Die "AngloMania" im Metropolitan Museum of Art  konzentrierte sich auf "British Fashion" von 1976 bis 2006 – eine Periode immenser Kreativität und Experimentierfreude. Britische Designer hatten schon immer einen ausgeprägten Appetit für Ungewöhnliches, Neues abseits des Mainstream: schon immer galten ihre aus der Vergangenheit inspirierten, postmodernen Styles als waghalsig und subversiv. Der Gegner? Das Establishment.

Kunstgeschichtliches – zum Beispiel satirische Drucke, romantische Landschaftsmalereien oder der Glamour bzw. die Erhabenheit der Herrschaftsportraits – werden von den freien Designern in ihre Arbeiten integriert. Eine Ausstellung im Met gespickt mit modischen Grenzgängen, darunter die legendären Sicherheitsnadeln der Punkband Sex Pistols, David Bowie’s Union-Jack-Jacke sowie Halsketten aus Vogelklauen und Broschen aus Hasenschädeln. Very british.

William Wegman: "Funney/Strange"

Hunde in der Hauptrolle: Wenn William Wegman meint, er habe ein gestörtes Verhältnis zur Mode, dann trifft das nicht auf seine Weimaraner Truppe zu. Der amerikanische Fotograf hüllt seine überaus fotogenen Model-Hunde am liebsten in Haute Couture – Giorgio Armani, Dolce & Gabbana, Jean-Paul Gaultier und Valentino – und lichtet sie dann surrealistisch ab. Einfach traumhaft, amüsant und befremdlich, wie gut die Menschenmode den Vierbeinern steht. Wegmans Lieblingsmodel: der Weimaraner Fay Ray.

Im Brooklyn Museum gab es die Retrospektive „Funney/Strange“ von William Wegman zu begutachten – die erste seit 15 Jahren. Darunter sind Werke aus seiner 40-jährigen Schaffenszeit zu sehen, darunter Fotos (Polaroids), Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Bücher, Videos und Filme. William Wegman: Funney/Strange Eins wird deutlich: Wegmans Karriere war nie statisch, nie vorhersehbar. Seit 1972 lebt er in New York City.

Nicht vergessen: Jeden ersten Samstag im Monat können Besucher umsonst Kunst und Unterhaltung im zweitgrößten Museums New Yorks genießen.

Weitere Informationen zum Brooklyn Museum

Whitney Biennial 2006: “Day for Night”

Die Ausstellung “Whitney Biennial“ war im Whitney Museum of American Art zu sehen. Die Schau stand 2006 unter dem Motto „Day for Night“ – in Anspielung auf den Film des französischen Regisseurs Francois Truffaut ("La nuit américaine", 1973).

Traditionell gibt die “Whitney Biennial“ einen Überblick über die aktuelle Befindlichkeit der jungen Kunstszene. Die Exponate, ob mit Pinsel, Kamera, Plattenspieler oder Mouse entworfen, sind gern provokant, tabulos und immer streitbar.  Auch jungen, unbekannten und exzentrischen (Subkultur-) Künstlern wird hier ein Forum geboten. Gerade die immense Bannbreite der dargestellten Künste sowie der Mut zum Ungewöhnlichen seitens der Kuratoren machen den Reiz der “Whitney Biennial“ seit jeher aus. Die Kuratoren (Chrissie Iles und Phillippe Vergne) haben über ein Jahr lang die Ateliers und Galerien der Welt durchforstet, dementsprechend sind viele Nicht-Amerikaner eingeladen worden. Unter den Ausstellern sind auch die deutschen Künstlerinnen Jutta Koether (Malerei) und Josephine Meckseper (Fotografie, Skulpturen) vertreten.

Ein Höhepunkt unter vielen: der Peace Tower vor dem Eingang – ein eindrucksvolles Statement gegen den Krieg, gestaltet von mehr als 200 Künstlern. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Podiumsdiskussionen und Seminare mit den Ausstellern.

Fimretrospektive: Anna May Wong

The Roaring Twenties in Hollywood: In einer strikten Welt der weißen Stummfilmstars war die amerikanische Chinesin Anna May Wong (1905 – 1961) eine schillernde Ausnahme. Wong (bürgerlicher Name: Wong Liu Tsong, geboren in Los Angeles) wirkte auf der Leinwand anders als alles andere, was die Amerikaner bisher gesehen hatten: fremdartig, anmutig und bildhübsch, undurchschaubar und lasziv. Die Schauspielerin vereinte Liebreiz und List und war somit die ideale Besetzung für die Rolle der starken und unabhängigen Femme Fatal.
Noch immer wird Anna May Wong von der asiatischen Gemeinde in den USA als kulturelle Ikone verehrt und ist praktisch die Hollywood-Pionierin gewesen für heutige Darstellerinnen wie Lucy Liu, Gong Li, Bai Ling und Zhang Ziyi.

Im Museum of the Moving Image können Besucher eine Retrospektive mit 20 Filmen des ersten amerikanisch-asiatischen Zelluloid-Stars erleben. Viele der „silent movies“ werden erstmals nach der Uraufführung wieder gezeigt. Seit 1981 besitzt die Stadt New York ein eigenes Filmmuseum. Mehr als 60.000 Requisiten und Erinnerungsstücke werden im Museum of the Moving Image in Wechselausstellungen gezeigt. Zudem gibt es regelmäßig spannende Retrospektiven mit aufwendigen Filmreihen.

Transformed by Light: The New York Night

New York City bei Nacht: Im Museum of the City of New York war die sehenswerte Ausstellung "Transformed by Light: The New York Night". Sie zeigte auf, wie Beleuchtung die Legende Transformed by Light und Erfahrung der 24-Stunden-Stadt geformt hat. "Transformed by Light" versetzt die Besucher in unterschiedliche Umgebungen, welche die essentielle Rolle und Bedeutung des Lichts in der Konstruktion vom New Yorker Leben hervorhebt – ob auf der Straße, zu Hause, im Büro, in der Stadt. Zu den verwendeten Hilfsmitteln gehören unter anderen Glühbirnen vom Rockefeller Tree oder ein riesiges "I" in Neon, das einst über dem Columbus Circle thronte.

Das Museum of the City of New York (103rd Street) gab Einblicke in die Geschichte der Stadt und verfügt über 1,5 Millionen Objekte, zu denen Gemälde, Drucke, Fotografien, Kostüme, seltene Bücher, Skulpturen und vieles mehr gehören.

Max Liebermann: "From Realism to Impressionism"

„Nach meiner Überzeugung hat Kunst weder mit Politik noch mit Abstammung etwas zu tun." Max Liebermann, 1933 in Berlin.

Im Jüdischen Museum in New York war (The Jewish Museum) die erste umfassende Retrospektive über den deutschen Maler Max Liebermann (1847 – 1935) in den USA zu sehen. Liebermann zählte zu den renommiertesten, einflussreichsten und innovativsten deutschen Künstlern um die letzte Jahrhundertwende.

Max Liebermann „From Realism to Impressionism“ beschäftigt sich mit dem künstlerischen Werdegang des Malers – vom Realismus über den Naturalismus bis zum Impressionismus – und zieht auch die vorherrschenden sozialen und politischen Umstände in Deutschland zu der jeweiligen Zeit in Betracht. Im Rahmen der Ausstellung sind insgesamt 46 Gemälde aus dem Schaffenswerk des Berliners zu begutachten.

Der Aufstieg der Nationalsozialisten beendete abrupt die Karriere des wohlhabenden Künstlers und Sohn eines jüdischen Industriellen. Nach der Machtergreifung Hitlers wird Liebermann – eine Person des öffentlichen Lebens – gesellschaftlich geächtet. Jüdische Künstler dürfen nicht mehr arbeiten oder gar ausstellen. Kurze Zeit später gibt er als Ehrenpräsident seinen Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste bekannt. Am 8. Februar 1936 stirbt Liebermann in Berlin.

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