Die Stadt, die niemals schläft

Es mag sein, dass New York niemals schläft, aber im Sommer fährt der Kreislauf deutlich runter. Die Schulen sind geschlossen, die Menschen sind weg. Von Juni bis September sind die Straßen der Millionenmetropole New York wie leergefegt, nur Touristen und wenige New Yorker bevölkern die Stadt. Dann wirkt New York ganz anders.

Leergefegte New Yorker Straße; im Hintergrund ist die Großstadt zu sehen
Fast menschenleere Straßen in New York im Sommer haben Touristen zu erwarten. Bildquelle: Nick Starichenko – 642134500 / Shutterstock.com

Derzeit liegen die Temperaturen bei knapp 30 Grad Celsius im Schatten. Einige Gewitter sorgen hin und wieder für ein wenig Abkühlung. Wer den Häuserschluchten mit ihrer angestauten Hitze entrinnen kann, der tut dies auch. Auf den Straßen sind kaum Menschen zu sehen und noch weniger  New Yorker. Die meisten sind Touristen. In dieser Zeit herrscht eine ganz eigene Stimmung. Eine Metropole mit angezogener Handbremse.

Kein Bild des Sommers in New York dürfte jedoch fester in den Köpfen der Menschen verankert sein als das Bild lachender Kinder inmitten von Fontänen. In der Stadt am Hudson River hat es seit langer Zeit Tradition, dass die Hydranten bei extremer Hitze aufgedreht werden, sodass sich die Wassermassen auf den heißen Asphalt ergießen.

Auch die seit einigen Jahren aktive Urban-Gardening-Szene kann durch ihre Begrünung der Dächer einen winzigen Teil zur Kühlung beitragen. Die angelegten Beete auf den Dächern isolieren die Gebäude unter ihnen und sparen so Energie und Abwärme der Klimaanlagen ein. Außerdem bieten die nützlichen Grünanlagen selbst ein angenehmes Mikroklima. An heißen Tagen ziehen die New Yorker sich gern hierhin zurück. Eine besondere Oase liegt auf Staten Island südwestlich von Manhattan.

Zwischen Natur und Asphalt

Dass die New Yorker sich wieder zurück zur Natur besinnen wollen, zeigt sich auch an den vielen Märkten, auf denen frische Waren angeboten werden. Sie finden auch den ganzen Sommer über statt. Sie heißen Green- oder Farmers Markets und sind mit deutschen Wochenmärkten zu vergleichen.

Im starken Kontrast dazu steht die Fifth Avenue mit ihren teils exklusiven Geschäften. Sie ist, gemessen an den Mietpreisen, eine der teuersten Straßen weltweit. Der Preis für die Miete eines Quadratmeters beträgt ca. 30.000 € pro im Jahr! Ein normaler Einkauf dort kann schon mal Schweißausbrüche beim Gedanken an die Kreditkartenabrechnung auslösen. Für ausgedehntere Shoppingtouren wäre wohl ein Gewinn im Lotto zwingende Voraussetzung.

Besonders imposant ist der Anblick der Skyline aus dem Hubschrauber heraus.  Eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten, die man auch im Sommer auf keinen Fall verpassen sollte.

  • Jedem bekannt, aber trotzdem in der Liste unabkömmlich – die Freiheitsstatue. Sie ist das Wahrzeichen von New York schlechthin. Sie kann vom Wasser aus betrachtet werden oder man setzt besser direkt zur Liberty Island über. Das Panorama von dort ist atemberaubend.
  • Das Metropolitan Museum of Art ist eines von rund 150 Museen in New York und zweifellos das beeindruckendste. Es ist nicht nur das größte Museum der Stadt, sondern auch der gesamten westlichen Hemisphäre.
  • SoHo samt seiner vielfältigen Kunstszene ist besonders am Abend ein attraktiver Anlaufpunkt. Doch auch Greenwich Village, das Künstler- und Studentenviertel, lädt dazu ein, sich dort zu verlieren.
  • Ein Besuch des Times Square, dem wohl bekanntesten Platz der Welt, ist für jeden Touristen Pflicht.
  • „Top of the Rock“, die weltberühmte Aussichtsplattform auf dem Rockefeller Center, sollte sich ebenfalls niemand entgehen lassen.
  • Die Metropolitan Opera mit ihrem einzigartigen Flair gibt jedem New-York-Besuch Klasse.
  • „Hop on-Hop off“-Sightseeing mit dem Bus durch Downtown oder aber per Schiff auf dem Hudson River – eine Pflichtveranstaltung für jeden New-Yorker-Erstbesucher.
  • Eine Überfahrt mit der für Fußgänger und Fahrradfahrer seit 1997 kostenfreien „Staten Island Ferry“ im Hafen von New York zwischen Staten Island und Manhattan.

Abseits der Freiheitsstatue: Sehenswürdigkeiten für erfahrene New-York-Touristen

Wenn ein längerer Aufenthalt in der Stadt am Hudson geplant ist oder man bereits aus früheren Besuchen die gängigen Sehenswürdigkeiten kennt, dann seien noch ein paar weitere Vorschläge eingebracht, die ebenfalls einen Abstecher wert sind:

  • Besuch eines Farmers Market für hautnahen Kontakt zum New Yorker Alltag.
  • Der zu einer kulturellen Topadresse avancierte Stadtteil Queens.
  • Zu jeder Zeit des Jahres ist der Central Park natürlich eine der zentralen Adressen New Yorks, der zu vielen Aktivitäten einlädt.
  • New York verfügt ebenfalls über einen riesigen und sehr schönen botanischen Garten mit über 12.000 Pflanzen. Ob man sich das im Sommer vornimmt oder den Besuch lieber auf einen schönen Tag, wenn es kälter ist, verschieben sollte, ist typabhängig. Im Sommer zieht man zumindest weniger an und der Temperaturunterschied ist nicht so groß.
  • Zu empfehlen ist ebenfalls der Zoo Brooklyn. Unter anderem sind hier Schneeleoparden beheimatet. Gerade in den Sommermonaten sollte man dort online Tickets vorbestellen, um Schlangen zu vermeiden.
  • Ebenfalls im Sommer, Ende August bis Anfang September, finden in New York die US Open statt. Es ist das vierte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Wer eine Karte ergattern kann, sollte sich das Sportevent nicht entgehen lassen.
  • Die Brooklyn Bridge überspannt den East River und verbindet die Stadtteile Brooklyn und Manhattan miteinander. Nachdem sie 1883 fertig gestellt wurde, war sie die längste Hängebrücke der Welt. Heute ist sie eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt.
  • Das One World Trade Center ist mit 541.3 Metern das höchste Gebäude New Yorks und steht an der Stelle der alten Zwillingstürme.

Über diese Stadt gibt es so viel zu erzählen und wenn man zu Besuch ist, kann man so vieles entdecken: seine einzigartigen Wasserbehälter auf den Dächern der Hochhäuser beispielsweise. Ob es nun im Sommer ist und es von Touristen nur so wimmelt und die Einheimischen fehlen oder aber Winter, dann ist es das New York, wie wir es aus unzähligen Filmen kennen. Und schon bald beginnt wieder der Wettlauf um den größten und schönsten Weihnachtsbaum der Welt und die ganze Stadt strahlt in weihnachtlichen Lichtern.

: Infografik mit Informationen zu New York
Wichtige Zahlen und Sehenswürdigkeiten in und von New York. Infografikquelle: newyork.de

Das Problem, dass im Sommer niemand mehr auf der Straße ist, kennt man übrigens auch in deutschen Universitätsstädten. Dort flüchtet man zwar nicht unbedingt vor der Hitze, aber viele Studenten fahren zu ihren Familien. Ein wenig lässt sich also nachempfinden, wie es sich wohl anfühlt, wenn der Rhythmus einer sonst pulsierenden Stadt etwas zur Ruhe kommt. Was wir aber nicht kennen, sind offene Hydranten. Beim deutschen Sommer ist dies wohl aber auch nicht notwendig.

Bildquelle: Nick Starichenko – 642134500 / Shutterstock.com

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