Amerikanische Geschichte in New York erleben

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New York ist eines der beliebtesten Reiseziele in den USA für Europäer. Shoppingtouren, die Skyline der Mega-Metropole erleben und weltbekannte Hotspots wie die Freiheitsstatue, den Times Square und den Central Park endlich einmal mit den eigenen Augen sehen – all das zieht jährlich Millionen Besucher in die Stadt am Atlantik.

Doch auch für kulturinteressierte Besucher hat die Stadt des Theaters und der Modern Art viel zu bieten. Darüber hinaus lässt sich für Amerika-Begeisterte in und um New York die amerikanische Geschichte in ihrer Vielfalt erkunden.

Mit den vielen Museen, historischen Sehenswürdigkeiten und ganz besonderen Highlights, die Meilensteine der Geschichte Amerikas darstellen, ist die Stadt das perfekte Reiseziel für alle, die der Vergangenheit der Vereinigten Staaten einmal auf den Grund gehen möchten.

New York und die Geschichte Amerikas

New York City ist ohne Frage eine der schillerndsten und atemberaubendsten Metropolen weltweit. So sehr sogar, dass der Name New York praktisch schon synonym zu der Stadt steht und der gesamte gleichnamige Bundesstaat, in dem sie sich befindet, stark in den Hintergrund tritt.

Als eine der ältesten Städte Nordamerikas und ihrer Rolle als eine der wichtigsten Kulturhauptstädte über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hat New York selbst viele wichtige und bedeutende Ereignisse der US-Geschichte erlebt.

Diese historischen Bauwerke und Monumente, die daran erinnern sollen, können heute noch in der Stadt aufgespürt werden. Wer wusste beispielsweise, dass die Siedlung aus dem Jahr 1626 ursprünglich Nieuw Amsterdam hieß und die Hauptstadt einer Niederländischen Kolonie war? Erst knapp 20 Jahre später wurde die Stadt von einer britischen Militärexpedition eingenommen und in New York umgetauft.

Außerdem war New York City für eine ganz kurze Zeit – nämlich von 1788 bis 1790, direkt nach Unterzeichnung der Verfassung – die erste Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Erst nachdem daraufhin Philadelphia für etwa zehn Jahre an der Reihe war, wurde Washington, D.C. zur Hauptstadt erkoren.

Viele Jahre lang war die Stadt die erste Anlaufstelle für Immigranten aus Europa, die auf dem neuen Kontinent ihr Glück suchen wollten. In einem Land, das durch die stetig steigenden Zahlen an Einwanderern erst zur heutigen Bedeutung herangewachsen ist, war New York in den meisten Fällen der erste amerikanische Boden, den viele Menschen betreten haben.

All das und mehr hat überall in der Stadt natürlich Spuren hinterlassen, die noch heutzutage für Besucher sichtbar sind. Doch auch Museen und kulturelle Einrichtungen, die sich mit der bewegten Vergangenheit der USA beschäftigen, sind hier mehr als genügend vorhanden.

Wer an moderner Geschichte und besonders Architektur interessiert ist, findet in New York natürlich auch mehr als genügend der bedeutendsten Bauwerke moderner Architekturgeschichte. Als Vorreiterstadt bezüglich Wolkenkratzern bietet sich hier ein volles Programm inklusive spektakulärer Panoramen.

Museen

Für Geschichtsinteressierte sind Museen und Ausstellungen für gewöhnlich die erste Anlaufstelle. Hiervon hat New York viele zu bieten, einige davon als Koryphäen weltberühmt. Es gibt zu viele, um sie alle während eines kurzen Besuches in der Stadt sehen zu können – es folgt eine kleine Auswahl der interessantesten Geschichtsmuseen aus verschiedenen Sparten.

1. American Museum of Natural History

Menschheitsgeschichte generell steht hier auf dem Plan – und zwar in absoluter Ausführlichkeit. Von Relikten der Steinzeit bis hin zu Themen der Raumfahrt ist hier neben prähistorischen und naturkundlichen Themen alles abgedeckt.
Es handelt sich um eines der größten Museen der Welt überhaupt – mit ganzen 45 verschiedenen permanenten Ausstellungen, die vom Rose Center for Earth and Space und mehreren wechselnden Exhibitionen ergänzt werden, kann ein Besuch hier alleine schon einen ganzen Tag in Beschlag nehmen.

2. Lower East Side Tenement Museum

Wer sich besonders für moderne amerikanische Geschichte interessiert, ist hier richtig aufgehoben. Dieses Museum thematisiert die Einwanderer, die Amerika im 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert geprägt haben und die Verhältnisse, unter denen sie häufig lebten.
Dabei handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Ausstellung, sondern ein ehemaliges Wohnhaus, das um 1935 versiegelt wurde und somit als wahrhaftige Zeitkapsel der damaligen Zeit gilt. In den so genannten Tenements wohnten hauptsächlich arme Arbeiter und Immigranten – deren Leben ist dort heute noch greifbar.

3. Museum of the City of New York

Wer geschichtsinteressiert ist und New York besucht hat sicherlich auch etwas für dieses Thema übrig. Kunst, Menschen und Geschichte der Stadt durch ihre gesamte Existenz lässt sich hier mit den gut 1,5 Millionen Exponaten erfahren, wobei die vielen Artefakte aus der Stadtgeschichte vergangener Zeiten begeistern.

Viele verschiedene Kulturhistorische Ausstellungen zeigen einen echten Einblick in die Realität Nordamerikas, mit stets aktuellen Themen. Wer hier nicht mit einem „New York State of Mind“ das Museum verlässt …

4. Nikola Teslas Wardenclyffe Labore

Etwas auswärts der Stadt in Shoreham in Long Island gelegen ist das Gelände, auf dem der Erfinder Nikola Tesla um 1900 Forschungen und Experimente zur drahtlosen Übertragung von Informationen durchführte. Der Forscher spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung vieler Technologien, die auch Thomas Edison beschäftigte. Beide prägten die wissenschaftliche Geschichte Amerikas spürbar.

Seit einigen Jahren wird am Erhalt der Labore und der Einrichtung des Tesla Science Center inklusive Museum gearbeitet – bisher gibt es dort zwar bereits Besuchertouren, doch nur an bestimmten Terminen. Für Technikbegeisterte gilt also, sich dringend rechtzeitig zu informieren!

5. Museum of Jewish Heritage

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Das Erbe und der Einfluss der jüdischen Kultur ist in den USA und insbesondere in New York heute noch spürbar. Aus einer völlig anderen Perspektive, wie wir sie hierzulande kennen, wird vom Leben der jüdischen Gemeinschaft vor, während und nach dem Holocaust erzählt. Der Fokus liegt dabei auf der Perspektive der betroffenen Menschen und wird mit persönlichen Fotografien und Gegenständen aus dem alltäglichen Leben nähergebracht.

Geschichtlich geprägte Orte in der Stadt

Außer speziell dafür eingerichteten Museen gibt es in New York natürlich viele Orte, die auf authentische Weise einen Einblick in die Geschichte der Stadt und der Vereinigten Staaten bieten. Diese „Landmarks“ sollten auf jeden Fall Stationen einer ausführlichen Tour durch die Metropole werden.

1. Liberty Island

Die kleine Insel, die sich eigentlich schon in den Gewässern New Jerseys befindet, beherbergt eines der bekanntesten Monumente der ganzen Welt. Die Freiheitsstatue ist ein absolutes Wahrzeichen für New York und steht sinnbildlich für den amerikanischen Spirit.

Ebenfalls befindet sich dort ein neues Museum, das erst im Jahr 2019 eröffnet hat. Das Statue of Liberty Museum enthält unter anderem die originale Fackel, die die Freiheitsstatue bis 1984 noch gen Himmel hielt.

2. Ellis Island

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Nicht weit von Liberty Island befindet sich nahe der Mündung des Hudson River noch eine weitere Insel, die historisch sogar von noch größerer Bedeutung ist. Auf Ellis Island befand sich die Zwischenstation für sämtliche Einwanderer, die zwischen 1829 und 1954 New York per Seeweg erreichten.

Das Museum of Immigration und das ehemalige Immigrant Hospital bieten einen tollen Einblick in die erste Hürde, die Millionen von Einwanderern bei ihrer Suche nach dem amerikanischen Traum nehmen mussten.

3. Governors Island

Die dritte Insel im Bunde. Die gesamte Gouverneursinsel ist als Nationaldenkmal klassifiziert und ist seit einigen Jahren für Besucher erreichbar. Von Mai bis Ende Oktober kann sie mit einer Fähre besucht werden. Während dieser Zeit werden geführte Touren angeboten, um die verschiedenen Sehenswürdigkeiten näherzubringen.

Fort Jay, ein ehemaliges militärisches Fort zur Verteidigung der Stadt vor Angriffen vom Wasser aus und Castle Williams, das zum gleichen Zweck Kasematten beheimatete, können dort erkundet werden.

4. African Burial Ground

Wer sich auch mit der unangenehmen Vergangenheit der USA beschäftigt, kommt an einem Besuch an diesem Monument nicht vorbei. Dieses Denkmal erinnert an einen ehemaligen Friedhof, auf dem tausende Afroamerikaner – zu einem großen Teil Sklaven. Es ist zu gleichen Teilen mit Granit aus Amerika und Afrika errichtet, um die Verbindung zweier Welten zum symbolisieren.

 

 

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