Fußball in New York – eher das Stiefkind?

New York wartet jährlich mit etlichen Sportereignissen auf. Viele von ihnen sind dauerhaft in den Medien präsent, Clubs haben unzählige Fans und Anhänger. Aber wie sieht es mit dem Fußball aus? Es scheint immer so, als sei Fußball in den USA eine Randsportart und das ›Soccer‹ von ›Football‹ verdrängt wird. Ganz so ist es jedoch nicht, denn auch in New York ist Fußball durchaus prominent vertreten.

Fußball in New York: Das sind die bekanntesten Clubs

Fakt ist: New York hat Fußballvereine. In der Major League Soccer spielen gleich zwei Vereine aus New York, wobei einer von ihnen auch Randfans durchaus bekannt sein dürfte: Es ist der weitere Ableger von Red Bull. Doch ist der Verein zwar deutschen Fans gut bekannt, dafür ist er im Städtevergleich in New York aber nur zweitrangig. Der Spitzenreiter ist der New York City FC.

New York City FC

  • Gründung - der Verein wurde erst 2013 gegründet und trägt die Farben Blau, Weiß und Orange. Er gehört der City Football Group und den Yankee Global Enterprises.
  • Spielstätte - der FC trägt seine Spiele im Yankee Stadium vor bis zu 52.000 Zuschauern aus.
  • Historie - in der ersten Saison, im Jahr 2015, fand das erste Spiel gegen Jacksonville Armada statt und wurde gewonnen. Dies war eines der ersten Vorbereitungsspiele. Los ging es im März in der Liga, wo man sich unentschieden gegen Orlando City trennte. Die erste Saison wurde auf Rang 8 beendet, eine Play-off-Qualifikation war somit nicht gegeben. In der zweiten Saison wurde die Hauptrunde auf Platz vier beendet, es ging in den Play-Offs bis ins Halbfinale.
  • Fans - schon 2014 wurde der erste Fanclub namens ›The Third Rall‹ gegründet, der ein halbes Jahr später bereites 1.000 Mitglieder hatte. In der ersten Saison schaffte es der Verein, 14.000 Dauerkarten zu vertreiben.
  • Entwicklung - der Verein ist sehr an der Jugendarbeit interessiert und arbeitet mit der New York City FC Acadamy, die eigentlich ein Zusammenschluss mit elf Partnerclubs darstellt.

New York Red Bulls

Neben dem neuen Club gibt es die Red Bulls, die hierzulande gerne als ›dritte Niederlassung‹ von Red Bull bezeichnet wird:

  • Gründung - die New York Red Bulls wurden 1995 gegründet. Allerdings ist dies ein Franchiseclub der Major League Soccer aus New Jersey und Harrisson. Die Übernahme durch Red Bull erfolgte 2006, in diesem Jahr wurde auch der Name des Clubs von MetroStars zu New York Red Bulls geändert.
  • Entwicklung - der Verein kann zweigeteilt betrachtet werden: Die Historie vor Red Bull und die danach. Die MetroStars spielten stets in der MLS und gelten bis heute als Gründungsmitglied. Ein Titel wurde hingegen nie erzielt. In der Ära ab Red Bull schaffte es der Club 2008 zum ersten Mal in das Play-off-Finale. Echte Erfolge blieben in der Zeit danach auch aus, doch zeigt sich NY RB als recht wechselwütig auf dem Trainerposten.
  • Fans - der Club übernahm viele Fans der MetroStars. Mit der MetroNation, die 2005 entstand und sich später in Raging Bull Nation umbenannte, kam ein weiterer Fanclub hinzu. Mittlerweile gibt es zahlreiche Fanclubs, die auch die Fankurve beherrschen.
  • Nachwuchs - ein Ziel der RB-Familie ist es, hochklassigen Nachwuchs für die RB-Clubs heranzuziehen. Somit unterhält Red Bull in New York eine eigene Akademie. Für die Spieler ist die Akademie kostenlos, sodass auch Talente aus armen Familien in den Sport finden können.

Der Fußball in den Staaten ist, anders als in Europa, nicht auf einer echten Vereinsbasis begründet. Die Modelle aus der NBA und NFL sind bekannter. So wäre es undenkbar, dass im amerikanischen Fußball bei einer Jahreshauptversammlung die normalen Fans ein Veto gegen Aufsichtsräte oder Planungen einlegen.

Natürlich spielt auch das Wettgeschäft New Yorker Fußball eine durchaus bedeutende Rolle. Das Sportwettenverbot wurde aufgehoben, sodass Fans nun auch Wetten können. Auch beim mobilen Wetten wird die Regulierung schon länger diskutiert. Dies gilt dann natürlich für alle Sportarten, so dass künftig eventuell auch auf Knicks-Spiele im Basketball oder Rangers-Spiele im Eishockey mobil gewettet werden kann.

Fazit – kein Stiefkind, aber anders

Es gibt Fußball, nein: Soccer, in den USA. Und auch in New York heben sich zwei Clubs gut hervor, ohne aber jemals wirklich an der Spitze angreifen zu können. Allgemein ist der fußballerische Aufbau samt der Initiatoren der Major League Soccer anders gestrickt als die Landesverbände in Europa. Luft ist nach oben in New York und in den gesamten USA definitiv, wobei selbst mit viel Arbeit nur ein Status Quo erreicht werden würde. Die anderen Sportarten in den USA sind schlichtweg zu präsent, schon in den Schulen fest verankert und stimmungsvoller. Ein Rahmen- und Unterhaltungsprogramm lässt sich beim Baseball wesentlich besser aufbauen als bei einem echten Fußballspiel, bei dem die längste Zeit die Stars schlicht hinter dem Ball herrennen.

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